Villa Marchetti

(BH: Josef Marchetti – BJ 1913 – P. Hans Hoffmann)

Die Villa Marchetti wurde vom bekannten Meraner Architekten Hans Hoffmann entworfen und Anfang des 20 Jh. erbaut. Sie befindet sich in Meran, in der Galileo Galilei Straße und gilt als eines der schönsten Häuser aus der Blütezeit Merans.

villa-marchetti

„Die Mietvilla mit Jugendstildekor ist ein vierstöckiges, symmetrisch gegliedertes Doppelhaus, das von übers Dach reichenden Erkern an den Ecken und einem vorspringenden Mittelteil bestimmt wird. Das oberste Stockwerk zeigt zwischen den Fenstern rosettenartige, glatt verputzte Verzierungen, die sich vom Rauputz ihrer Umgebung abheben. Besonderes Augenmerk wurde dem Haupteingang geschenkt. Vier Säulen mit geschupptem Schaft, kleinen Voluten und flachem Kapitell tragen die Arkaden über dem Eingang.“[1]
Bauherrn der Villa Marchetti war das Weinhändlerpaar Maria und Josef Marchetti, Eigentümer der einst weit bekannten „Meraner Weinstube“ unter den Lauben, mit mediterran geprägtem Gastgarten, dort wo heute die Algunder Kellerei mit Tiefgarage liegt.
Die denkmalgeschützte Villa blieb immer in Familienbesitz, zuletzt der Erbengemeinschaft nach Grete Moll, einer Enkelin von Josef und Maria Marchetti, bis sie im Jahr 2010 von den Rechtsanwälten Karl Zeller und Stefan Thurin, den Wirtschaftsberatern Walter Weger und Walter Schweigkofler sowie Katharina Zeller gekauft wurde.
Die Villa u.a. Geburtshaus des Altlandeshauptmannes (1960-1989) Dr. Sivlius Magnago, wurde dann im Jahr 2011 aufwendig saniert, wobei das ursprüngliche Aussehen der Villa vollständig erhalten blieb und dieselbe jetzt wieder im alten Glanz erstrahlt.
Neben den Büroräumen der Anwaltskanzlei Thurin, Vintatzer, Zeller & Partner und der Wirtschaftsberaterkanzlei Brugnara, Schweigkofler & Weger sind heute im Gebäude 6 geräumige Wohnungen untergebracht.

Palmenhaus

(BH Josef Marchetti – BJ: 1899 – P: Josef Mattmann)

Unzertrennlich mit der Villa Marchetti verbunden ist das Palmenhaus.
Dieses ursprünglich einstöckige Gartenhaus, welches an der Promenade zum Tappeinerweg liegt, wird von großen, vielteiligen, von Pilastern gerahmten Fenster und einem Terrassenabschluss mit Balustrade und Ziervasen bestimmt. [2]
Einst diente das Palmenhaus als Überwinterungsort für die mediterranen Pflanzen des Marchetti-Gastgartens. Als Karl Zeller das denkmalgeschützte Gebäude 2011 erwarb, befand es sich in einem desolaten, baufälligen Zustand. Auch das Palmenhaus wurde aufwändig und originalgetreu restauriert. Heute ist im Pavillon eine 150 m² große Wohnung auf 2 Ebenen untergebracht.

marchetti-magnago